geschrieben von  Hans Walter Zoppke

Friedhof

Die Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona besitzt einen eigenen Friedhof. Er liegt im Stadtteil Bahrenfeld im Holstenkamp 80/82 und ist mit 6932 m² der kleinste Friedhof der Hansestadt Hamburg. Dieser Platz wurde der Gemeinde als Ersatz für den alten Friedhof Große Roosenstraße (jetzt Paul-Roosen-Straße)/ Ecke Lammstraße zur Verfügung gestellt und 1873 eingeweiht. Ursprünglich nur für Gemeindeglieder vorgesehen, können heutzutage auch Gemeindefremde auf dem Mennonitenfriedhof beigesetzt werden.

Als Besonderheit birgt der Mennonitenfriedhof einen Friedhof im Friedhof. Im Jahre 1936 wurde der alte Friedhof an der Großen Rosenstraße zum Zweck der Bebauung aufgehoben. Achtunddreißig Grabplatten aus Sandstein, zum Teil aus großen gemauerten Familiengruften stammend, wurden damals zum neuen Friedhof in Bahrenfeld gebracht und hier in einem von einer Hecke umgebenen Feld in zwei Reihen links und rechts eines Rasenweges angeordnet. Das etwas ansteigende Feld wird am Ende von einem Denkmal (Entwurf: Prof. Bock) abgeschlossen mit der Aufschrift: "Gewidmet den Toten, deren sterbliche Hüllen einst auf dem Alten Friedhof beigesetzt waren und nun an dieser Stätte einen neuen Ruheplatz fanden".

Es lohnt sich, diese unter Denkmalschutz stehenden Grabplatten einmal in Ruhe zu betrachten. Namen bedeutender mennonitischer Kaufmannsfamilien aus Hamburg sind hier eingemeißelt. Die zum Teil auf Holländisch verfassten Inschriften deuten auf die Herkunft dieser Familien hin. Hausmaken und Familienwappen schmücken die Platten, deren älteste aus dem Jahre 1679 stammt.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Friedhofs- und Gebührenordnung. - Kompakt zusammengefasst sind diese auf unserem Flyer.

 

 

Wie ist der Mennonitenfriedhof zu erreichen?

Hier finden Sie eine genaue Anfahrtsbeschreibung mit Routenplaner von der Gemeinde zum Friedhof.

 

Blicke von Außen auf den Friedhof

Im August 2011 berichtete  NDR 90,3 über den kleinsten Hamburger Friedhof -  unseren Mennoniten-Friedhof in Bahrenfeld – er ist kleiner als ein Fußballfeld. Hier gibt es den Radiobeitrag zum Nachhören. Vielen Dank für die Genehmigung an Hern Kaiser von NDR 90, 3.

Auch das Hamburger Abendblatt widmete im März 2017 dem Friedhof eine ganze Seite, hier ist sie online nachzulesen.

 

 

Medien

Der kleinste Friedhof Hamburgs NDR 90,3

NDR-Bericht

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Monatslosung

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden

Lukas 24, 5-6

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.