Monatssprüche

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, so lange es Zeit ist, den Her-ren zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! Hosea 10,12 - Das ist unmöglich! Wir kann man das von uns verlangen? Wer kommt darauf, Gerechtigkeit zu verlangen und sie mit Liebe zu verbinden? Gerechtigkeit ist in unseren Tagen ganz, ganz wichtig. Man denkt einfach an die Flüchtlingspolitik, oder an die Weltpolitik. Und vor Gericht ist sie natürlich oberstes Gebot.

Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebr. 12,13) - Bist du / Sind Sie ein „gastfreier“ Mensch? Das Wort „gastfrei“ klingt ungewöhnlich und lässt an „hitzefrei“ oder „fieberfrei“ denken. Im Vers aus dem Hebräer-Brief ist aber genau das Gegenteil gemeint. Der unbekannte Briefeschreiber rät den hebräischen Gemeindegliedern sinngemäß: „Seid frei, Gäste aufzunehmen, vergesst nicht, gastfreundlich zu sein!“.  Vielleicht musste er an das Gebot der Nächstenliebe erinnern.

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräer 11, 1) - Was heißt Glauben, christlich glauben? Drei Marksteine nennt der Schreiber des Hebräer-Briefes: auf Gott hoffen — und das in fester Zuversicht tun — nicht zweifeln an der frohen Botschaft, auch wenn sie uns nicht in handfesten Bildern präsentiert wird, wie es der „ungläubige Thomas“ gern gehabt hätte.

Es ist der auferstandene Christus, der hier (Joh 20,21) spricht. Die Jünger haben sich in einem Haus gesammelt und sind überrascht als plötzlich Jesus vor ihnen steht. Was will er? Zuerst grüßt er sie und wünscht ihnen Frieden. Das ist zuerst sehr freundlich. Aber: Sie haben doch etwas Anderes erwartet! Ja, er ist es, der Auferstandene, und das beweist er auch, in dem er den erstaunten Jüngern seine Wunden zeigt. Dann nochmal: Friede sei mit euch! Damit geht er über zu seinem eigentlichen Anliegen.

Der letzte Satz Jesu am Kreuz, wie ihn das Johannes-Evangelium überliefert: „Es ist vollendet.“ (Johannes 19,30) Der Satz ist so gemeint, wie er sich anhört: „Alles ist gut! Was ich begonnen habe, habe ich zu Ende gebracht!“ Jesus geht bis zum Schluss den Weg der Liebe gegen den Weg des Hasses. Am Kreuz noch sieht er seine Mutter – allein, im Schmerz. Er sieht den namenlosen Jünger, den er liebt, allein, im Schmerz. Und verweist beide aneinander. Ein letzter Akt der Liebe: Getrenntes verbinden, Schmerz lindern, Trauernde trösten.

Gott ist nicht fern. Er ist nicht im Himmel und nicht auf der anderen Seite des Meeres. Diese Botschaft geht dem Losungstext aus 5. Mose 30,14 voraus. Der Mensch muss nicht zu den Sternen reisen oder große Meere überqueren, um Gottes Weisung zu finden und zu empfangen. Gott will uns damit sagen: “Sucht mich nicht in fernen Galaxien oder in fremden Länder, denn ich stehe schon bei euch vor der Tür.“

„Der Herr ist mein Hirte/ mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue/ und führet mich zum frischen Wasser.“ So beginnt der uns vertraute Psalm 23. Seit der Kindheit bekannt, trägt er die kindliche Lebenszuversicht und Einstimmung darein mit sich, auf die Gabe des Lebens und seinen Schutz angewiesen zu sein. Gott sagt sich zu als die Quelle des Lebens. Er sieht unseren Mangel. Er sieht unsere Dürre. Er fühlt unsere Bedürftigkeit. Ihm geht unser Begehren nahe.

Gott spricht dies in Hesekiel 37,27 - Diese Zusage Gottes richtet sich an das Volk Israel und seiner Vereinigung unter den Nationen. Das Volk Israel lebt zu dieser Zeit versprengt in der Fremde. Ähnlich dem Novembergrau liegt über dem damaligen Leben der Menschen um den Propheten Hesekiel eine bleierne Schwere. Was einst zusammen gehörte, ist zerbrochen. Geborsten wie Holz, der Tempel in Jerusalem zerstört. Das Zerbrochene kann wieder heil werden, sagt der Prophet. Er ist die verbindende Mitte. In ihm kommt zueinander, was zusammengehört.

Lukas 13,30 - „Mein Auto .. mein Haus .. Mein Boot .. mein Bankkonto.“ So prahlt gern der Mensch, der allen zeigen will, wie viel er besitzt. So unterstreicht er seinen Status. So will er alle wissen lassen, dass er sich unter den Ersten der Gesellschaft befindet und von besonderem Wert ist. Und die Anderen?  Sie sind natürlich nicht unter den Ersten, sondern (vielleicht) unter den Letzten.  Sind sie dann weniger wert als die Ersten? Es ist aber nur ein Spiel, könnten einige meinen.

„Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.“ (Apostelgeschichte 26, 22) - Ein unerschrockener Paulus hat diese Worte gesprochen, in einer langen, flammenden Rede vor Agrippa, König der Juden, von des römischen Kaisers Gnaden, und vor Festus, dem neuen römischen Statthalter in Jerusalem. Etliche Juden wollten Paulus verurteilt sehen, weil er seine Bekehrungsgeschichte verbreitet und zur Buße ruft.

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Monatslosung

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“

Hebräer 11, 1

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.

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