Kinder wie die Orgelpfeifen

geschrieben von  Bernhard Thiessen

Das sagte man, wenn früher eine Familie sehr viele Kinder hatte und sie der Größe nach aufgestellt waren. Jetzt wissen wir, wo dieser Ausspruch herkommt. Bei unserm letzten Eltern-Kind-Treffen hat Kilian Foth, der bei uns seit 28 Jahren die Orgel spielt, den Kindern und Erwachsenen einen Blick auf, in und hinter die Orgel gewährt. Und dann sah man sie, aufgereiht der Größe nach, Orgelpfeifen aus Holz, aus Zinn und aus anderen Legierungen. Die Augen nicht nur der Kinder waren groß, es sollte ja auch nur geschaut werden und natürlich gehört, wenn Kilian „alle Register zog“.

Auch das kennen wir aus den Volkssprüchen, wenn einer sich groß macht und nichts mehr zurückhält, dann wird’s laut, auch bei der Orgel. Die Register sind dazu da, verschiedene Klangfarben und auch unterschiedliche Lautstärke ins Spiel zu bringen. Sehr differenziert und sehr gekonnt zeigte uns Kilian, wie sich Klänge verändern können und wie man das schon vor dem Spielen einstellen kann und dann während des Spielens durch einen flinken Einsatz des Fußes ein, um oder ausschalten kann. „Früher liefen hier 300 kleine Bleiröhrchen vom Orgeltisch zu den Orgelpfeifen, heute machen das zwei Stromkabel.“ Die Steuerung ist zwar jetzt elektrisch, aber es wird immer noch Luft durch einen Blasebalg in die Pfeifen geblasen, so dass auch „das letzte Loch noch pfeifen kann“.

Danke, Kilian, für die Einführung ins Leben an der Orgel. Danke auch an Brigitte Schulz, die das Eltern-Kind-Treffen organisiert hat. Das nächste Eltern-Kind-Treffen wird im Zusammenhang mit einem Familiengottesdienst am 29. März 2015 sein. 11 Uhr nach Sommerzeit, wer vergisst, die Uhr umzustellen und einfach wie immer um 10 Uhr da ist, ist auch genau richtig. Wir werden uns mit dem Kinderweltgebetstag von den Bahamas beschäftigen, da es dieses Jahr bei uns aufgrund von Ferien keinen eigenen Kinderweltgebetstag geben wird.

Gelesen 3185 mal Letzte Änderung am Freitag, 13 März 2015 19:07

Monatslosung

Gott spricht: „Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch!“

Hesekiel 36,26a

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.