157mal Schulfreude geschenkt

geschrieben von  Maren Schamp-Wiebe

Parallel zum Jubiläum schaffte es unsere Gemeinde noch, das „Schulbeutelprojekt“ des Mennonitischen Hilfswerks zu unterstützen. Tatkräftig waren viele Menschen im Einsatz: Es wurde genäht, Geld gespendet, Informationsmaterial gebastelt, eingekauft, eine Großspende eingeworben, sortiert und gepackt. Beim Nähnachmittag am 4. September nähten Frauen aus der Gemeinde und der Gebetsgemeinschaft zusammen viele Beutel. Jede nahm noch Arbeit mit nach Hause und auch etliche andere Frauen nähten zu Hause fleißig Beutel um Beutel.

Da vor allem gespendete Stoffe wie Vorhänge oder Tischdecken verwendet wurden, werden im Herbst sehr unterschiedliche und bunte Schultaschen ihren Weg in den Nahen Osten antreten. Maren Schamp-Wiebe konnte den Büroartikelmarkt Staples in Hamburg-Osdorf zu einer Großspende bewegen und hatte alle Hände voll zu tun, die vielen „Starter-Sets“, die zur Verfügung gestellt wurden, zu sortieren. In diesen gespendeten Sets, die bei der Verteilaktion an Erstklässler in Hamburg und Stade übrig geblieben waren, befanden sich auch hochwertige Schulmaterialien, Süßigkeiten und Spielartikel, die nicht in die genormten Schulbeutel für das Hilfswerk getan werden durften. Mit über 20 Kindern wurden diese „Starter-Sets“ am 13. September in unserer Kirche sortiert. Bleistifte, Buntstifte und Radierer wurden für die Packaktion am Sonntag darauf zurückgelegt. Alles andere wurde und wird in Flüchtlingslagern in Hamburg Verwendung finden. Malbücher und besondere Stifte werden schon bald bei einem Kindernachmittag im Holstenkamp von Veronika Elsner und Thea Martin eingesetzt werden.

Am 20. September fand die große Packaktion im Gemeindesaal der Gebetsgemeinschaft statt. Dank vieler Mitarbeitenden schafften es über 30 Kinder, insgesamt 157 Schulbeutel zu packen, Bilder für Flüchtlingskinder zu malen und noch bei etlichen Beuteln die Kordeln einzuziehen. Alle Kinder von 2 – 14 Jahren waren mit Eifer und Begeisterung dabei und formulierten am Ende gute Wün-sche für die Flüchtlingskinder, die dank unserer Aktion wieder zur Schule gehen dürfen.

Gelesen 2449 mal Letzte Änderung am Montag, 05 Oktober 2015 19:52

Monatslosung

Gott spricht: „Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch!“

Hesekiel 36,26a

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.