Bread of life

geschrieben von  Maren Schamp-Wiebe

„Ich bin das Brot des Lebens“ – diese verheißungsvolle Zusage Jesu Christi hörten die 33 Kinder und Jugendlichen sowie ihre Eltern immer wieder im Laufe des Kinder – und Jugendnachmittags in der Mennonitengemeinde am Ostersamstag. Über 20 Mitarbeitende machten die Veranstaltung zu einer ganz besonderen, die vor allem davon lebte, dass eine Gruppe Schüler und Schülerinnen aus Kanada mit ihren Austauschschülern (aus Hamburg) gekommen war.
Nach einem gemeinsamen Kaffee trinken feierten Klein und Groß Gottesdienst in der Kirche.

 

Das Musikteam um Anna Gass motivierte die Besucher zum freudigen und schwungvollen Singen vor allem englischer Lieder. In der Ansprache des Pastors (mit spontaner Übersetzung ins „Kitchen-English“ (was erstaunlich gut war!)) ging es um das Brot, das nicht nur körperlich satt macht, sondern um die Speise, die auch Seele und Geist sättigen kann. Wir sammelten Begriffe zu den Anfangsbuchstaben von „Hunger“ und „Brot“ und bezog somit auch die kleineren Kinder spielerisch ein in die Fragen „Was macht uns wirklich satt? Wonach hungern wir?“. Genannt wurden beispielsweise Freunde, Eltern, Pferde, die Sonne oder die Kirche!

In einem Anspiel kamen verschiedene Menschen zum alten Bäcker: der Busfahrer Gerard, dessen Tochter im Krankenhaus lag, die Madame sowie Vater und Sohn . Sie alle konnte der Ladeninhaber durch die simple Geste des Brotteilens trösten, stärken und beruhigen. Im Anschluss teilten sich alle Kinder und Jugendlichen in Gruppen auf. Einige Kinder verbrachten die nächsten 2 Stunden in der Küche, wo Mitarbeitende mit ihnen Brot backten, den Gerrit-Roosen-Saal umbauten und allerlei Köstlichkeiten für das abendliche Sedermahl kreierten.

Die anderen drei Gruppen versammelten sich in verschiedenen Räumen und wechselten ihre Identität. Jeder Teilnehmer bekam einen Pass und schlüpfte dann unter Anleitung in die Rolle eines Flüchtlings. In drei Stationen durchliefen alle eine interaktive Ausstellung, die die Jugendkirche zur Verfügung gestellt hatte. An einer Hörstation hörten alle per MP3-Player die Erzählung eines 18-jährigen Syrers, der von den Strapazen und Ängsten seiner Flucht berichtete. An der zweiten mussten alle zusammen Behelfsunterkünfte aus Kartons und Decken bauen, was sowohl Jüngeren als auch Älteren Spaß bereitete. In der dritten Station musste jeder Flüchtling eine Teppichfliese umdrehen und wurde mit einer besonderen Situation konfrontiert. Beim einen war das Handy geklaut worden, beim anderen war der Schleuser mit dem angezahlten Geld verschwunden. In den Gruppen kamen die Jugendlichen ins Gespräch, erfuhren einiges über Fluchtgründe und –ursachen und setzten sich mit der aktuellen Situation auseinander.

Die Eltern und einige der kleineren Kinder genossen derweil die Sonne im Vorgarten der Kirche. Markus kümmerte sich um das Wohl der Erwachsenen und Maren Schamp-Wiebe färbte und gestaltete mit einigen Kindern die Eier für den Abend.
Den Abschluss feierten alle 70 Menschen auf dem Boden sitzend beim Passamahl. Nach einer anschaulichen Erklärung des Ablaufs und der symbolischen Speisen durften alle die Matzen, Brote, Eier, das Mus und die Trauben und vieles mehr genießen. Das gemeinsame Passamahl verlief in fröhlicher Stimmung und schmeckte allen sehr. Bleibt zu hoffen, dass die Stunden in der Gemeinschaft nicht nur den Magen sättigten!

Fotos: Matthias Bartel

Gelesen 1556 mal Letzte Änderung am Samstag, 30 April 2016 17:58

Monatslosung

Gott spricht: „Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch!“

Hesekiel 36,26a

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.