Alles hat Gott schön gemacht zu seiner Zeit

geschrieben von Markus Hentschel

Ratgeber empfehlen Gelassenheit. Schon die erste Nennung bei Google zeigt mir „6 starke Tipps für mehr innere Ruhe und Zufriedenheit“. Der Beginn des bekannten Gelassenheitsgebets „Gib mir die Gelassenheit die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann…“ soll mich einstimmen in die Resistenz gegen böse Überraschungen. Und das passt auch zum Sommer, zu den Ferien und zu einem schönen Urlaub: Wenn er erfüllt ist oder erfüllt wäre mit lauter Erlebnissen und Dingen, die jeweils „schön sind zu ihrer Zeit“.

Ich sah mir die Aufgabe an, die Gott den Menschen gab, damit sie sich mit ihr mühen. Alles hat Gott schön gemacht zu seiner Zeit. Und hat das „Immer“ ins Herz der Menschen gelegt, ohne dass sie ergründen, was Gott von Anfang bis Ende gewirkt hat. Prediger 3,11

Gelassen zu sein bedeutet dann: Den Augenblick leben, carpe diem, Genuss ohne Reue. Ein wenig von dieser Art eines Ratgebers haben auch die Verse aus dem Prediger-buch. Sie atmen den Geist abgeklärter, nahezu skeptischer Lebensweisheit: sich aufzuregen lohnt nicht, nur nicht zu viel nachdenken, Schuster bleib bei deinen Leisten.

Aber ein Umstand, den zu beachten auch der abgeklärte Weise nicht umhin kann, stört die Gelassenheit und Zufriedenheit : Gott hat das „Immer“ ins Herz der Menschen gelegt. Er hat die Frage in ihr Herz gelegt: Was bleibt, von dem, was ich tue? Die Frage: Kann das schon alles gewesen sein, was zu erfahren mir beschieden ist? Im Herzen der Menschen schlägt die Sehnsucht. Die Sehnsucht, an einem Leben teilzuhaben, das nicht vom Tod zerstört wird.

Das „Immer“ kann auch eine Quelle des Unglücks sein, weil es einem das Ungenügen an dem, was man erlebt, vor Augen hält und die Unerfülltheit von Lebenswünschen spüren lässt.

Ich bin froh, dass die skeptische Lebensweisheit nicht alles ist, was mir die Bibel zu sagen hat. Ich bin aber auch nicht der Gelassenheitstyp, sondern hänge mein Herz an die Zusagen der Fülle des Lebens, die die prophetischen Schriften bereit halten. Die Zusagen des Lebensglücks passen dann eher zur Leidenschaft der Menschen als zur Gelassenheit. Ich wün-sche uns nach den Ferien und fürs neue Schuljahr: ein Herz, das nicht aufhört nach Gott und seinem Glück zu suchen.

 

Foto: "Holzterasse am Strand" von Marco Verch - Bestimmte Rechte vorbehalten

Gelesen 148 mal

Monatslosung

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Offenbarung 21, 2

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok