Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören

geschrieben von  Jens Fieguth
Foto (c) "Secrets" von Quasic unter http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ Foto (c) "Secrets" von Quasic unter http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ http://www.flickr.com/photos/92862117@N00/2963675405/

Wieviel Haare verträgt die Suppe? Bei diesem Bibelwort (Eph 4.29) musste ich zuerst an den Volkssport Nummer eins denken: Das Lästern. Wäre das Schlecht-Reden über andere verboten, dann gäbe es wohl einige, die dann nicht mehr viel zu sagen hätten. Gerade in Betrieben wird gerne und ausgiebig über die Anderen gelästert.

Das Lästern, das scheint auch eine Art Frustbewältigung zu sein, um die eigene Seele zu befreien. Das musste man einfach mal loswerden. Wer kennt das Gefühl nicht ?
Erbaulich ist das aber nicht. Ist es notwendig?

Wer kann das wissen. Muss das, was nicht in Ordnung ist, nicht auch benannt werden? - Ich denke es kommt auf die Verhältnismäßigkeit an. Da sind wir bei den Haaren und der Suppe angekommen. Das Haar in der Suppe suchen und finden, umschreibt eine in-nere Einstellung zu Dingen und Menschen. Zugegeben ein Haar in der Suppe ist nicht gerade appetitlich. Aber es verdirbt nicht wirklich eine gute Suppe. Wir werden weder krank davon, noch wird der Geschmack verdorben.

Ob wir die Suppe noch genießen und schätzen können, hat dann maßgeblich mit unserem Kopf zu tun. Der eine mag die Suppen nun gar nicht mehr essen. Während der andere das Haar bei Seite legt und wei-ter isst. Nicht unbedingt erfreut über das Haar. Aber er kann seine Suppe immer noch genießen. Wieviel Haare verträgt die Suppe bis sie ungenießbar ist ? 0.001% / 1 % / 30 % / 51 % ...

Wann ist unsere Schmerzgrenze erreicht und wann stehen wir auf um mal ein Wörtchen mit dem Koch zu reden? - Wir sollen Dinge, die nicht in Ordnung sind, nicht schön reden. Das ist notwendig. Es ist aber nicht notwendig jede Kleinigkeit hochzuspielen. Was wir reden, soll Segen bringen und dem Gutem dienen. Möge Gott uns diese Weisheit lehren und uns das rechte Maß geben.

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Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden

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Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.