Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

geschrieben von  Isabell Mans

Im Grundgesetz heißt es „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und in der Menschenrechtserklärung im Artikel 1 „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie (…) sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ – Wie schön! - Und trotzdem werden Flüchtlingsheime in Brand gesetzt und in Großdemonstrationen der Pegida-Bewegung gegen Flüchtlinge mobil gemacht. Mir macht nicht die angebliche Islamisierung Angst, sondern eher umgekehrt Bewegungen wie diese.

Hier sind wir als Christen gerufen, der Aufforderung des Paulus nachzukommen: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Röm 15,7 (L) Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber, eher schon Ehrfurcht vor Gott – das ist aber etwas ganz anderes.

Denn Christus zeigt uns, ohne Angst durchs Leben zu gehen, aber mit Ehrfurcht vor Gott. Angst erhebt andere zu Herren, aber Ehrfurcht, da gibt es nur Gott und seine Maßstäbe. Paulus spricht Mut zu: Ja – es gibt verschiedene Anschauungen, Hintergründe, Herkünfte, Ursprünge, aber sprecht miteinander, seid Wahrhaftigkeit und lasst euch nicht durch Vorurteile fehlleiten. Dies galt in der christlichen Gemeinde in Rom zu Paulus´ Zeit ebenso wie in gesellschaftlichen Zusammenhängen, die bis in Gemeinde hineinwirken, in die Familie, in Arbeitszusammenhänge.

Überall ist dieser Satz der Jahreslosung herausfordernd, aber genauso ist es Christ zu sein: Herausfordernd – für einen Jeden von uns! Jesus ist sicherlich einer gewesen, der die Würde des Menschen kannte, ohne sie in dieses Wort gepackt zu haben – das wird schließlich deutlich in den Tischgemeinschaften, in der Goldenen Regel und in der Art und Weise, wie er mit den Menschen gesprochen hat: in einem stets respektvollen, meist geduldigen und eher ausgleichenden als verurteilenden Ton! Denn er wusste und wollte uns zeigen: Du und ich – wir sind Kinder Gottes; Angenommene und Geliebte.

 

Bild: Lampedusa in Hamburg von Rasande Tyskar unter Creative Commons 2.0 generic Lizenz.

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Monatslosung

Gott spricht: „Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch!“

Hesekiel 36,26a

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.