Alles vermag ich durch den, der mich stark macht

geschrieben von  Dennis Slabaugh

Es scheint ein Kennzeichen junger Menschen zu sein, dass sie sich als unbesiegbar fühlen. Sie strotzen vor Energie, saugen tagtäglich unermesslich viele neue Erfahrungen in sich auf und fühlen, wie sie wachsen, größer und stärker werden. Jeder Tag birgt in sich neue Herausforderungen, die gemeistert werden, und neue Chancen, das zu zeigen, was sie können. Es gibt zwar hier und dort kleine Niederlagen. Die Kräfte reichen manchmal doch nicht aus, die Erfahrung ist noch nicht ganz da, um in jeder Situation Herr oder Herrin der Lage zu sein. Aber das macht nichts, es ist egal, das nächste Mal klappt es! Der Optimismus und die Zuversicht wachsen auch mit. Und warum nicht?

Die Zukunft ist offen, wir sind stark, wir können alles! Erwachsen werden heißt, die Dinge realistisch anzuschauen und unsere Möglichkei-ten und Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Es bedeutet auch, unsere Grenzen (zumindest einige) kennenzulernen und zu akzeptieren, mit unseren Niederlagen umgehen zu lernen und einzusehen, dass wir (vielleicht) nicht alles können.

Umso mehr überrascht es, dass der erwachsene Paulus wie ein junger, sich als unbesiegbar fühlender, alles meisternder Mensch reden kann. Stimmt das, was er sagt? Was meint er unter „alles“? Es geht in diesem Abschnitt darum, den Philippern dafür zu danken, dass sie Paulus großzügig unterstützt haben. Nicht dass Paulus solche Hilfe nötig hätte: „Ich weiß in Niedrigkeit zu leben, ich weiß auch Überfluss zu haben; in alles und jedes bin ich eingeweiht…“ (Phil 4,12) Mit anderen Worten: er kommt in jeder Lebenslage ganz gut zurecht. Das ist sein „alles“.

So tiefschürfend klingt das nicht, zumindest nicht, wenn wir den zweiten Teil des Verses außer Acht lassen. Paulus kommt mit dem ganzen Leben zurecht, nur weil Jesus Christus ihn dazu fähig macht. Der Auferstandene geht mit und in ihm und Paulus in ihm. Paulus hat eine Lebensquelle, die ihn zu allem fähig macht, was immer sein Leben mit sich bringt. Er muss sich nicht mehr allein auf seine nicht mehr jugendlichen Kräfte verlassen. Sein Optimismus und seine Zuversicht in Christus allein lässt ihn alles meistern. Christus ist auch unsere Lebensquelle; nur in ihm kommen wir im Leben zurecht, nur in ihm können wir alles.

Bild: „Paulus St Gallen“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paulus_St_Gallen.jpg#/media/File:Paulus_St_Gallen.jpg
Gelesen 2637 mal

Monatslosung

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kol 4, 6

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.