Für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät

geschrieben von  Bernhard Thiessen

Für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät, sagt ein evangelischer Kollege von mir immer mal wieder. Wir sollen werden wie die Kinder, sagt Jesus immer mal wieder. Kinder und Kindheit sind also besonders mit Segen oder Sehnsucht ausgestattet. Doch wie sind Kinder? Was macht Kinder aus? Hier einige gängige Meinungen: Alle Kinder können malen. Kinder machen Krach. Kinder sind süß. Kinder quengeln rum. Kinder kann man zwar erziehen, aber am Ende machen sie sowieso alles nach, was sie bei ihren Eltern sehen. Kinder brauchen Liebe. Sicher können wir die Liste noch ergänzen. Was meint Jesus, wenn er sagt: Wenn Ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet Ihr nicht ins Himmelreich kommen (Matth. 18,3)?

Auf zwei Aspekte des Kind-Seins, möchte ich hinweisen: Kinder sind neugierig. Sie wollen alles wissen. Sie forschen und suchen, jeden Tag neu. Hier kön-nen wir Erwachsene lernen, dass wir unsere Neugierde auf das Leben und auf den Glauben erhalten können. Nicht aus enttäuschten Hoffnungen und missglückten Versuchen aufgeben, sondern Neugierde bewahren.

Zum anderen leben Kinder in Beziehung. Sie vertrauen. Papa und Mama sind die Größten, egal wie groß sie in Wirklichkeit sind. Bei Kindern kommen die Eltern ganz groß raus. Wir Erwachsenen dagegen sind auf dem Weg zur Autonomie. Wir wollen und müssen selbständig sein und am Ende unseres Lebens fällt es uns oft schwer, die Kontrolle über unser Leben abzugeben und Hilfe anzunehmen. Dabei stellen wir fest, dass wir unser Leben nicht im Griff haben. Vielleicht hatten wir es nie richtig im Griff. Vertrauen in Gott, Vertrauen in das Gute im Leben und im Sterben, Beziehung zum Ewigen aufbauen und daraus leben, kann eine große Hilfe für den Alltag sein: Für eine glückliche Kindheit als Kind Gottes ist es nie zu spät.

Bild: Kindergarten, here we come von Howard County Library System unter Creative Commons 2.0 generic Lizenz.

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Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kol 4, 6

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.