Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten

geschrieben von  Isabell Mans

Es gibt verschiedene Versuche, Gott zu beschreiben; als Vater, als Herr, oder eben hier ungewöhnlicherweise als Mutter. Es ist bemerkenswert, dass hier einmal nicht die Männlichkeit, sondern die Weiblichkeit mit Gott assoziiert wird: wobei es auch in Zeilen vorher vor allem um eine Seite des Weiblichen geht: Die Mütterlichkeit. Wofür steht sie hier und wofür steht dann Gott? – Es wird die Sehnsucht ausgedrückt, dass Gott uns nicht los lässt, sondern umfangen hält wie eine Mutter einen Säugling. Ein liebevolles Umfangen, ein sanftes, zärtliches, ein umsorgendes, ernährendes.

Es ist ein Bild von Geborgenheit, von dem, was wir alle einmal am Anfang unseres Lebens erfahren haben – hoffentlich! Und diese Zeile ist die Erinnerung daran: Eine liebevolle Mutter, die ein inniges Verhältnis zum Kind hat und das Kind in den Arm nimmt, wenn es weint und es tröstet, wenn es hingefallen ist. Gerade das Kind braucht am Anfang umso mehr Trost als der Schmerz umso größer wahrgenommen wird, wie beispielsweise beim ersten oder zweiten Hinfallen. Wer den Schmerz auffangen kann, ist Gott. Er beseitigt ihn nicht, aber er versucht ihn in der Hinwendung abzulenken und zu verwandeln.

Gott ist wie eine Mutter, die ihre Kinder tröstet. Uns tröstet. Im Jesajabuch tröstet er die Exilanten – die Menschen des Volks Israel, die verloren und schmerzhaft in einem fremden Land sind und sich nach ihrer Heimat sehnen. Unser Vers der Jahreslosung heißt vollständig: Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten; ja, in Jerusalem sollt ihr getröstet werden.

Es ist die Hoffnung, nach Hause zu kommen!

Bild: recovering from a bad dream - _MG_5439.embed by Sean Dreilinger NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten 

 

 

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Monatslosung

Und siehe, es sind Letzte, die werden die
Ersten sein, und es sind Erste, die werden
die Letzten sein.

Lk 13, 30

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.