Ihr aber seid die Auserwählten!

geschrieben von  Dennis Slabaugh

"Ihr aber seid die Auserwählten, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, Gottes Eigentum. Denn ihr sollt die großen Taten Gottes Verkündigen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat.“ (1. Petrus 2,9) - Etwas Besonderes zu sein ist ein gutes Ding. Menschen brauchen das Gefühl, dass sie doch – trotz allem – etwas Besonderes sind. Kleinen Kindern wird oft gesagt, wie besonders sie sind. Und das sind sie auch, weil sie so viel lernen und dann auch leisten können. Später im Leben wird die Situation dann anders.

In der Tat denken und handeln viele Menschen so, dass man denken könnte, sie sind ganz „normale“, nicht besondere Menschen. Sie sind bescheiden, stecken ihr Licht unter einen Scheffel, verschwinden in der großen Masse der anderen Menschen auf der Straße. Es kann sein, dass niemand sie bemerkt; sie sind nichts Besonderes. Aber: Das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, oder zumindest als etwas Besonderes erkannt zu werden, bleibt, auch wenn niemand das einem sagt.

Christen neigen manchmal dazu, allzu bescheiden zu sein. Sie wollen mit ihrem Glauben nicht auffallen, sich nicht als gläubige Christen profilieren. Die „Welt“ sieht es nicht so gern, wenn Christen von ihrem Glauben sprechen und deutlich machen, dass sie etwas Besonderes anzubieten haben. Ja, man darf christlich han-deln; dann wird das begrüßt. Die gängige Devise heißt aber: „Tue Gutes, und sprich nicht darüber“. Mehr als diese Bescheidenheit wird oft mit Argwohn betrachtet.

Der Autor des Petrusbriefes sieht die Dinge etwas anders. Er weiß, dass seine Mitgläubigen in einer Christentum feindlichen Welt leben. Das sollte aber kein Grund sein, ihre Besonderheit zu verbergen. Und das sagt er seinen Mitchristen laut und deutlich. Gott hat sie auserwählt; sie sind deswegen etwas Besonderes. Und weil das so ist, müssen sie das auch sagen. Verkündigen sollen sie. Sie sollen von den Taten Gottes sprechen; sie sollten von den Taten Christi sprechen, eben weil Christus sie in das Licht eines neuen Lebens geführt hat. Gott durch Christus hat sie neu gemacht; sie leben nun im Licht Gottes und dienen dem Herrn. Des-halb sind sie etwas Besonderes. Sind wir das auch? Ja! Das sind auch wir! Wenn Christus in uns wohnt und wir so handeln und wir davon sprechen, sind wir etwas Besonderes. Und die „Welt“ wird das merken.

Bild: Uttarayan by Bhavishya Goel NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten 

 

 

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Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden

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Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.