Präambel


Der Friedhof ist mit seinen Gräbern ein sichtbares Zeichen der Vergänglichkeit des Menschen. Er ist aber auch der Ort, an dem die Kirche die Botschaft verkündigt, dass Christus dem Tode die Macht genommen hat und denen, die an ihn glauben, das ewige Leben geben wird. Aus dieser Erkenntnis und Gewissheit erhalten Arbeit und Gestaltung auf dem Mennonitenfriedhof Richtung und Weisung.

Art. 1    Geltungsbereich und Zweck

(1) Der Kirchenrat der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona erlässt die folgende Ordnung für den Mennonitenfriedhof am Holstenkamp 82 in 22525 Hamburg-Bahrenfeld.

(2) Auf dem Mennonitenfriedhof können Angehörige einer Mennonitengemeinde und gemeindefremde Personen beigesetzt werden. Für Gemeindeangehörige gelten die ermäßigten Tarife laut Gebührensatzung Friedhof.

Art. 2    Verwaltung des Friedhofs

(1) Die Aufsicht über den Friedhof führt der Kirchenrat der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona. Er übt sie in der Regel durch einen dafür bestimmten Diakonen aus. In Zweifels- und Streitfällen entscheidet der Gesamtkirchenrat.

(2) Im Zusammenhang mit den Verwaltungsaufgaben dürfen personenbezogene Daten erhoben, elektronisch verarbeitet, gespeichert und genutzt werden.

Art. 3    Erwerb und Belegung von Grabstätten

(1)  Es werden folgende Bestattungsformen angeboten:
a. Wahlgrabstätte für Erd- und Urnenbeisetzungen (2,5 x 1,0 m). Die Erwerber haben die freie Auswahl, soweit der Platz frei und das entsprechende Feld auch zur Belegung freigegeben ist. Pro Wahlgrabstätte sind entweder je eine Erdbestattung und maximal zwei Urnenbestattungen oder bis zu vier Urnenbestattungen zulässig.
b. Doppel-Wahlgrabstätte für Erd- und Urnenbeisetzungen (2,5 x 2,0 m). Die Erwerber haben die freie Auswahl, soweit der Platz frei und das entsprechende Feld auch zur Belegung freigegeben ist. Pro Doppel-Wahlgrabstätte sind entweder je zwei Erdbestattungen und maximal vier Urnenbestattungen oder bis zu acht Urnenbestattungen zulässig.
c. Wahlgrabstätte für Urnenbeisetzungen (1,0 x 1,0 m). Die Erwerber haben die freie Auswahl, soweit der Platz frei und das entsprechende Feld zur Belegung freigegeben ist. Pro Wahlgrabstätte sind hier bis zu vier Urnenbestattungen zulässig.
d. Reihengrabstätte (Rasen) für Erdbestattungen (2,5 x 1,0 m). Pro Grabstätte ist eine Erdbestattung zulässig. Die Auswahl der Lage erfolgt durch die Friedhofsverwaltung.
e. Reihengrabstätte (Rasen) für Urnenbestattungen (0,5 x 0,5 m). Pro Grabstätte ist eine Urnenbestattung zulässig. Die Auswahl der Lage erfolgt durch die Friedhofsverwaltung.
f. Doppel-Reihengrabstätte (Rasen) für Urnenbestattungen (1,0  x 0,5 m). Pro Grabstätte sind hier bis zu zwei Urnenbestattungen zulässig. Die Auswahl der Lage erfolgt durch die Friedhofsverwaltung.
g. Anonymes Urnengrab (im Gemeinschaftsfeld). Genaue Lage und Platz der Urnenfelder sind ausschließlich der Friedhofsverwaltung bekannt.

(2) Särge und Urnen müssen aus vergänglichem Material bestehen und dürfen keine Schad- und Giftstoffe für Mensch und Natur enthalten.

(3) Über den Erwerb einer oder mehrerer Wahl- und Reihengrabstätten wird eine Graburkunde ausgestellt. Verstirbt der Grabinhaber, so haben die Hinterbliebenen der Verwaltung zeitnah anzuzeigen, wer der neue Inhaber der Grabplätze sein soll. Ein überlebender Ehepartner gilt automatisch als neuer Grabinhaber.

(4) Der Kirchenrat kann besondere Felder für anonyme Urnenbeisetzungen freigeben. Es sind bis zu 24 Urnenbestattungen auf einem Grabplatz von 1,5 x 1,0 m zulässig.

(5) Der Friedhof, Friedhofsteile oder einzelne Grabstätten können aus wichtigem Grund geschlossen und entwidmet werden. In diesem Fall erfolgt eine amtliche Bekanntmachung.

 

Art. 4    Nutzungsdauer und Ruhezeit

(1) Das durch Vertrag erworbene Nutzungsrecht an allen Grabstätten beträgt 20 Jahre.

(2) Eine Verlängerung des Nutzungsrechts an allen Wahlgrabstätten gegen Zahlung der ent-sprechenden Gebühren ist jeweils bis zu 20 weitere Jahre zulässig (max. Vorauszahlungsdau-er).

(3) Doppel-Reihengrabstätten können nach der zweiten Beisetzung nur noch einmalig für die Dauer von 20 Jahren (Ruhezeit) verlängert werden. Das Nutzungsrecht an allen anderen Grabstätten kann nicht verlängert werden.

(4) Die Ruhezeit an allen Grabstätten beträgt 20 Jahre.

(5) Bei jeder weiteren Beisetzung in einer Wahl- oder Doppel-Reihengrabstätte ist das Nut-zungsrecht an der gesamten Grabstätte bis zum Ablauf der geltenden Ruhezeit gegen Zahlung der entsprechenden Gebühren (einschließlich Unterhaltungsgebühren) zu verlängern.

(6) Nach Ablauf des Nutzungsrechts ist der jeweilige Grabinhaber verpflichtet, die Grabstätte einschließlich Grabmale und -schmuck zu räumen. Die Räumung von abgelaufenen Grabstätten erfolgt grundsätzlich durch das Friedhofspersonal und ist für den Grabinhaber kostenpflichtig.


Art. 5    Gewerbliche Arbeiten auf dem Friedhof

(1) Steinmetzinnen und Steinmetze, Gärtnerinnen und Gärtner sowie sonstige Gewerbetrei-bende bedürfen für Tätigkeiten auf dem Friedhof der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch die Friedhofsverwaltung. Die Zulassung ist auf Antrag zu erteilen, wenn die Gewerbetreibenden den Nachweis der fachlichen Qualifikation erbringen und persönlich zuverlässig sind.

(2) Die Gewerbetreibenden sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die jeweils geltende Friedhofsordnung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Mitarbeitenden im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen. Dazu haben die Gewerbetreibenden dem Friedhofsträger den Abschluss einer ausreichenden Haftpflichtversicherung nachzuweisen.

(3) Gewerbliche Arbeiten dürfen auf dem Friedhof nur während der von der Friedhofsverwaltung festgesetzten Zeiten durchgeführt werden.

Art. 6    Gestaltung und Pflege der Grabstätten

(1) Die Grabstätten müssen in einer Art und Weise bepflanzt und gärtnerisch gestaltet werden, dass sie sich in die Gesamtanlage des Friedhofs harmonisch einfügen.

(2) Der Einsatz von Pflege- und Pflanzenschutzmitteln ist genehmigungspflichtig.

(3) Für die Grabpflege ist grundsätzlich der Grabinhaber verantwortlich. Er kann diese selbst oder durch einen beauftragten Dritten seiner Wahl ausüben. Reihengrabstätten in besonders ausgewiesenen Feldern dürfen nicht bepflanzt werden; die Rasenpflege dieser Ruhestätten ist in der Graberwerbsgebühr inbegriffen.

(4) Hecken und Sträucher sind bis zu einer Höhe von maximal 70 cm zulässig und nur, soweit sie Nachbargrabstätten nicht in Mitleidenschaft ziehen.

(5) Unzulässig bei der Grabgestaltung sind Kunststeine, Beton, Eisengitter sowie alle Arten von Plastikmaterial.

(6) Kränze und Gestecke werden ca. einen Monat nach der Beisetzung vom Friedhofspersonal entfernt und weitere zwei Wochen zur Abholung durch die Angehörigen auf dem Gelände aufbewahrt. Anschließend wird nicht geltend gemachter Grabschmuck kostenlos entsorgt (siehe auch separates Hinweisblatt zur Grabpflege).

(7) Der Kirchenrat kann weitere Auflagen im Interesse der Gesamtanlage beschließen.

(8) Die Gemeinde ist berechtigt, verwahrloste Grabstätten auch vor Ablauf der Ruhezeit kostenpflichtig zu räumen, wenn sie vom Grabinhaber nach mehrfacher Aufforderung nicht in Ordnung gebracht werden oder wenn der rechtmäßige Inhaber nicht zu ermitteln ist. Ebenso können unter diesem Sachverhalt stehende Wahlgräber in Rasengräber umgewandelt werden.

Art. 7    Grabmale und Grabumrandungen

(1) Die Errichtung von Grabmalen und Grabumrandungen ist genehmigungspflichtig.

(2) Steinerne Grabmale müssen von Fachfirmen entsprechend den geltenden Vorschriften und nach den Regeln der handwerklichen Kunst standsicher errichtet werden.

(3) Steinerne Grabumrandungen sind nur bis zu einer Höhe von maximal 20 cm und einer Breite von maximal 6 cm zulässig.

(4) Bei Urnen-Reihengräbern sind als Grabmale nur im Rasen versenkte Kissen innerhalb der Maße von 40 x 40 x 12 cm zulässig.

(5) Es erfolgt jeweils eine kostenpflichtige Prüfung und Abnahme durch das Friedhofspersonal.

(6) Für die Sicherheit und Standfestigkeit von Grabmalen ist der Grabinhaber verantwortlich. Bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit kann die Verwaltung vom Grabinhaber Sicherungsarbeiten verlangen und bei deren Unterlassung diese Sicherungsarbeiten auf Kosten des Grabinhabers ausführen lassen.

Art. 8     Friedhofsgebühren

(1) Für die Benutzung des Friedhofs der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona und ihrer Einrichtungen sowie für sonstige Leistungen des Friedhofsträgers werden Gebühren erhoben (siehe separates Dokument Gebührensatzung Friedhof).

(2) Zur Zahlung der Friedhofsgebühren ist die Antragstellerin bzw. der Antragsteller und diejenige bzw. derjenige verpflichtet, in deren bzw. dessen Auftrag der Friedhof oder weitere Einrichtungen benutzt werden. Sind mehrere Personen zahlungspflichtig, so haften sie als Gesamtschuldner.

Art. 9     Fälligkeit der Gebühren

(1) Die Festsetzung der Gebühren erfolgt durch einen schriftlichen Gebührenbescheid. Dieser wird der Gebührenschuldnerin bzw. dem Gebührenschuldner durch einfachen Brief bekannt gegeben.

(2) Die Gebühren sind innerhalb eines Monats nach Erhalt des Gebührenbescheides fällig.

(3) Der Kirchenrat kann die Benutzung des Friedhofes untersagen und Leistungen verweigern, sofern ausstehende Gebühren nicht entrichtet worden sind oder eine entsprechende Sicherheit nicht geleistet ist.

(4) Rechtsbehelfe und Rechtsmittel gegen Gebührenbescheide haben keinerlei aufschiebende Wirkung. Der Gerichtsstand ist Hamburg.

(5) Soweit durch Kirchengesetz nichts anderes bestimmt ist, gelten im Übrigen die Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes und der Verwaltungsgerichtsordnung der Bundesrepublik Deutschland in der jeweils geltenden Fassung.

Art. 10     Säumniszuschläge, Kosten und Einziehung rückständiger Gebühren

(1) Werden Gebühren nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 vom Hundert des abgerundeten rückständigen Gebührenbetrages zu entrichten; abzurunden ist auf den nächsten durch 10,00 € teilbaren Betrag.

(2) Für schriftliche Mahnungen sind die entstandenen Kosten durch die Gebührenschuldnerin bzw. den Gebührenschuldner zu erstatten.

(3) Rückständige Gebühren, Säumniszuschläge sowie Kosten nach Absatz 2 werden im Verwaltungszwangsverfahren eingezogen. Die Kosten der Vollstreckung hat die Vollstreckungs-schuldnerin bzw. der Vollstreckungsschuldner zu tragen.

Art. 11     Verjährung der Gebühren und Gebührenerstattung

(1) Für die Festsetzungsverjährung der Gebühren gelten die §§ 169 bis 171 der AO (Abgabenordnung) und für die Zahlungsverjährung der Gebühren die §§ 228 bis 232 der AO (Abgaben-ordnung) der Bundesrepublik Deutschland entsprechend.

(2) Bei vorzeitiger Rückgabe von Nutzungsrechten an Grabstätten besteht keinerlei Rechtsanspruch des Grabinhabers auf die volle oder teilweise Erstattung von Friedhofsgebühren.

Art. 12    Öffnungszeiten des Friedhofs

(1) Der Mennonitenfriedhof ist das ganze Jahr über täglich von 8:00 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet, längstens jedoch bis 21:00 Uhr.

(2) Beisetzungen sind an allen Werktagen sowie nach Absprache auch an Samstagen möglich.

(3) Aus besonderem Anlass kann das Betreten des Friedhofsgeländes oder einzelner Friedhofsteile vorübergehend untersagt werden.

Art. 13    Verhalten auf dem Friedhof

(1) Jede Person hat sich der Würde des Ortes angemessen zu verhalten. Auf dem Friedhofsgelände ist es insbesondere nicht gestattet:
a. Waren aller Art - insbesondere Kränze und Blumen - sowie gewerbliche Dienste anzubieten (auch nicht durch das Anbringen von Firmenschildern oder andere Werbeaktivitäten).
b. In der Nähe von Bestattungsfeiern störende Arbeiten zu verrichten.
c. Abraum und Pflanzenabfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern oder mitgebrachten Unrat auf dem Friedhof zu entsorgen.
d. Fremde Grabstätten und die Friedhofsanlagen außerhalb der Wege zu betreten, zu beschädigen oder zu verunreinigen.
e. Hunde unangeleint oder sonstige Tiere mitzubringen und Kot liegen zu lassen.

(2) Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofs und seiner Ordnung vereinbar sind. Der Friedhofsträger kann außerdem weitere Rege-lungen für die Ordnung auf dem Friedhofsgelände erlassen.

(3) Besondere Veranstaltungen auf dem Friedhof bedürfen der vorherigen Zustimmung des Friedhofsträgers.

(4) Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen. Der Friedhofsträger kann Personen, die der Friedhofsordnung wiederholt zuwider handeln, das Betreten des Friedhofs untersagen und entsprechende rechtliche Schritte einleiten.

Art. 14    Schlussvorschrift

(1) Die Gebührensatzung Friedhof in ihrer jeweils geltenden Fassung ist Bestandteil dieser Friedhofsordnung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

(2) Alle auftauchenden Zweifels- und Streitfragen, die in dieser Friedhofsordnung nicht geregelt sind, sollen in Anlehnung an die jeweils geltenden Friedhofssatzungen der kirchlichen Friedhöfe des evangelisch-lutherischen Gemeindeverbandes Altona sowie Groß-Flottbek durch deren sinngemäße Anwendung und Auslegung behandelt werden.



Diese Friedhofsordnung tritt am 01. November 2013 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Friedhofsordnung vom 01. Oktober 2011 außer Kraft.

Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona  –  Der Kirchenrat

 


 

 

Gebührensatzung Friedhof


Art. 1    Allgemeines

1.1 Für den Erwerb von Grabstätten und die Beisetzung von Särgen und Urnen auf dem Mennonitenfriedhof Hamburg-Bahrenfeld sowie für damit in Zusammenhang stehende Verwaltungsleistungen erlässt der Kirchenrat der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona die folgende Gebührensatzung.

1.2 Zur Zahlung der Friedhofsgebühren ist die Antragstellerin bzw. der Antragsteller und diejenige bzw. derjenige verpflichtet, in deren bzw. dessen Auftrag der Friedhof oder weitere Einrichtungen benutzt werden. Sind mehrere Personen zahlungspflichtig, so haften sie als Gesamtschuldner.

Art. 2    Informationen zu den Gebühren

2.1 Alle aufgeführten Gebühren verstehen sich inklusive aller Steuern und Abgaben. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
2.2 Wird eine zunächst für einen Begünstigten erworbene Grabstätte später für einen nicht Begünstigten in Anspruch genommen, so wird die Differenz  zwischen der ermäßigten und der vollen Gebühr nacherhoben.
2.3 Nach jeder weiteren Beisetzung auf derselben Grabstätte sind die anteiligen Verlängerungsgebühren für das gewährte Nutzungsrecht sowie für die Unterhaltung der Friedhofsanlage zu entrichten, mindestens jedoch die unter Art. 3.8 festgelegte Pauschalgebühr.
2.4 Nähere Informationen zur Verlängerung des Nutzungsrechts und zur Anzahl der erlaubten Beisetzungen pro Grabstätte entnehmen Sie bitte der Friedhofsordnung.
2.5 Die Friedhofsverwaltung kann Grabflächen in herausgehobener Lage ausweisen.

Art. 3    Gebühren für die Verleihung von Nutzungsrechten an Grabstätten

3.1     Wahlgrabstätte für Erd- und / oder Urnenbeisetzungen 2,5 x 1,0 m Fläche für die Dauer von 25 Jahren
    a. für Personen, die nicht der Gemeinde angehören 875,00 €
    b. für Mitglieder der Mennonitengemeinde 250,00 €   
    c. für eine Ruhestätte in besonders herausgehobener Lage 1.240,00 €
3.2    Doppel-Wahlgrabstätte für Erd- und / oder Urnenbeisetzungen 2,5 x 2,0 m Fläche für die Dauer von 25 Jahren
    a. für Personen, die nicht der Gemeinde angehören 1.450,00 €
    b. für Mitglieder der Mennonitengemeinde 500,00 €   
    c. für eine Ruhestätte in besonders herausgehobener Lage 2.470,00 €
3.3    Wahlgrabstätte für Urnenbeisetzungen 1,0 x 1,0 m Fläche mit Kanteneinfassung für die Dauer von 25 Jahren
    a. für Personen, die nicht der Gemeinde angehören 650,00 €
    b. für Mitglieder der Mennonitengemeinde 200,00 €   
3.4    Reihengrabstätte (Rasen) für Erdbeisetzungen 2,5 x 1,0 m Fläche für die Dauer von 25 Jahren
    a. für Personen, die nicht der Gemeinde angehören 625,00 €
    b. für Mitglieder der Mennonitengemeinde 150,00 €   
3.5     Reihengrabstätte (Rasen) für Urnenbeisetzungen 0,5 x 0,5 m Fläche für die Dauer von 20 Jahren
    a. für Personen, die nicht der Gemeinde angehören 250,00 €
    b. für Mitglieder der Mennonitengemeinde 90,00 €     
3.6    Doppel-Reihengrabstätte (Rasen) für Urnenbeisetzungen 1,0 x 0,5 m Fläche für die Dauer von 20 Jahren
    a. für Personen, die nicht der Gemeinde angehören 450,00 €
    b. für Mitglieder der Mennonitengemeinde 125,00 €   
3.7    Anonymes Urnengrab (im Urnenfeld mit 1,5 x 1,0 m Fläche für die Dauer von 20 Jahren)
    a. für Personen, die nicht der Gemeinde angehören 98,00 €
    b. für Mitglieder der Mennonitengemeinde 50,00 €
3.8    Verlängerung des Nutzungsrechts (nach Dauer), mindestens 50,00 €   

Art. 4    Gebühren für die Beisetzung und das Herrichten der Grabstätte
(u.a. Koordination der Termine, Ausheben und Verfüllen der Gruft, Abräumen der Kränze und Erdarbeiten; erhöhter Zeitaufwand z.B. durch Trauerfeier an der Gruft wird extra berechnet)

4.1    Erdbeisetzung
    a. Särge mit einer Sarglänge bis 120 cm  350,00 €   
    b. Särge mit Standardmaßen (bis zu 200 x 70 x 65 cm) 550,00 €
    c. Särge mit Übergröße (ab 200 x 70 x 65 cm) 950,00 €
    d. Gruftschmuck (Grufttücher) 35,00 €
    e. Beisetzung eines Sarges an Samstagen (zusätzlich) 450,00 €
4.2    Urnenbeisetzung
    a. an Werktagen 150,00 €   
    b. an Samstagen (zusätzlich) 100,00 €
    c. anonym im Urnenfeld 75,00 €
    d. Urnen mit Übergröße (Ø max. 35 cm + Höhe max. 65 cm) 210,00 €
4.3    Zusatzgebühr für erhöhten Zeitaufwand (je angefangene 30 Min.) 25,00 €   

Art. 5    Verwaltungsgebühren

5.1    Unterhaltung der Friedhofsanlage (u.a. Instandhaltung der Wege, Erneuerungen der Anpflanzungen, Mähen von Rasenflächen, Laubbeseitigung und Müllentsorgung)
    a. pauschal im Voraus für 20 Jahre pro Grabstätte 190,00 €
    b. pauschal für ein anonymes Urnengrab (20 Jahre) 125,00 €
    c. bei Verlängerung des Nutzungsrechts pro Grabstätte/Jahr 10,00 €

5.2    Ausstellung oder Umschreibung einer Graburkunde 25,00 €
5.3    Entscheidung über Anträge auf Genehmigung zur Aufstellung
    a. eines stehenden Grabmals inkl. Prüfung der Standfestigkeit 55,00 €
    b. eines liegenden Grabmals inkl. Prüfung und Abnahme 45,00 €
    c. Veränderungen eines Grabmals inkl. Prüfung und Abnahme nach Aufwand, mindestens jedoch 45,00 €

Art. 6      Sonstige Gebühren
6.1    Benutzung der Mennonitenkirche oder eines Abschiedsraums je angefangene 90 Min. (an Samstagen zzgl. 50% Aufpreis)
    a. Kirchenraum inkl. Orgelnutzung 250,00 €
    b. Abschiedsraum (für ca. 40 Personen) 150,00 €
6.2    Rückgabe von Grabstätten    
    Einebnung und Wiederherrichtung von Wahl- und Reihengrabstätten
    a. mit stehendem Grabmal
    inkl. Entsorgung des Grabmals und des Fundaments 195,00 €
    b. mit liegender Grabplatte inkl. Entsorgung des Grabmals 95,00 €
6.3    Tausch von Grabstätten 75,00 €
6.4    Versand einer Urne 35,00 €
6.5    Zeitaufwändige Archivauskünfte je angefangene 30 Min. 30,00 €
6.6    Behebung von Senkschäden bei einer Sarggrabstätte
    a. ohne Neubepflanzung der Grabstätte 95,00 €
    b. mit Neubepflanzung (nach Aufwand), mindestens jedoch 125,00 €
6.7    Genehmigte Ausgrabungen (Umbettung)         
    a. eines Sargs 1.990,00 €
    b. einer Urne 290,00 €
6.8    Genehmigung gewerblicher Dienstleistungen Dritter 10,00 €

Art. 7      Zusätzliche Leistungen
7.1 Für besondere zusätzliche Leistungen, die in dieser Gebührensatzung nicht aufgeführt sind, setzt der Friedhofsträger die zu entrichtende Vergütung von Fall zu Fall nach dem tatsächlichen Aufwand fest (z.B. witterungsbedingter Mehraufwand bei Erdarbeiten für eine geplante Beisetzung).

Art. 8      Schlussbestimmungen

8.1 Diese Gebührensatzung tritt am 01. November 2013 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Ge-bührenordnung vom 01. Oktober 2011 außer Kraft. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.


Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona  –  Der Kirchenrat

 

[Alle Angaben auf dieser Website sind vorbehaltlich etwaiger Fehlübertragungen - gültig ist die in Papierform vorliegende Satzung/Ordnung - sie ist im Kirchenbüro erhältlich.]

 

Den aktuellen Informationsflyer zu unserem Friedhof finden Sie hier.

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Quelle: Disclaimer von Anwalt Sören Siebert

 

Neben ehrenamtlichen PredigerInnen prägen natürlich die beiden Hauptamtlichen die Arbeit in der Gemeinde.

Seit dem 1. September 2002 ist Bernhard Thiessen hauptamtlich angestellter Pastor unserer Gemeinde. Zuvor war er mehrere Jahre Jugendpastor der Mennonitischen Jugend Norddeutschlands MJN, dann Pastor der Berliner Mennonitengemeinde und Mitarbeiter des Senders Radio Paradiso.

Seit Herbst 2014 ist Pastorin Isabell Mans mit einem Teil ihrer Arbeitszeit für die Gemeinde Lübeck und mit einem Teil für die Gemeinde Hamburg tätig. Dort ist sie mit bestimmten Aufgabenbereichen betraut: der Familien- und Jugendarbeit sowie Veranstaltungen für Frauen.

Prägend für ihre Arbeit ist die Diasporasituation der Gemeinde Hamburg. Die Gemeindeglieder wohnen so weit verstreut, dass wöchentliche Veranstaltungsrhythmen unmöglich sind. Deswegen bieten die Pastorin und der Pastor verschiedene monatliche Veranstaltungen, wie Jugendwochenenden im Mennokeller, Tauffreizeiten, Frauentage und Familienwochenenden an, die zum großen Teil sehr gut angenommen werden. 

Die jetzige Mennonitenkirche an der Mennonitenstraße im Hamburger Stadtteil Altona-Nord wurde 1914/15 von dem Architekten Prof. Kurt Franke gebaut. Der Baustil ist eine Art Neo-Barock mit Jugendstilelementen. Der Komplex hat einen in sich geschlossenen Charakter und besteht aus Kirche (Kirchenraum mit Vorhalle), Pastorat, Gemeindesaal und Küsterhaus. Ein an der Langenfelder Straße geplantes Altenheim wurde nie gebaut.

Die heutige Kirche ersetzt eine frühere Mennonitenkirche an der Straße "Große Freiheit" in Altona. Die Mennoniten versammelten sich in Altona seit der Zulassung der Gemeinde im Jahr 1601 zunächst in Privathäusern, ab 1675 in einer Holzkirche, die von mennonitischen Walfangreedern mit fünf Prozent des Erlöses einer Walfangsaison finanziert worden war. Diese Kirche brannte 1713 im sogenannten "Schwedenbrand" mit großen Teilen der Stadt Altona nieder. 1717 errichtete die Gemeinde eine Steinkirche, die bis 1915 der Gemeinde als Kirche diente.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandelte sich die Gegend um die Große Freiheit in ein Amüsierviertel, und ab 1910 gab es in der Gemeinde Pläne für einen Umzug. Die alte Kirche wurde im Zuge eines Geländetausches der Stadt Altona überlassen. Sie diente 1917 als Kriegsküche für die hungernde Bevölkerung, später der Altonaer Stadtmission, und fiel 1943 den Bomben zum Opfer. Die Wohnhäuser Nr. 73 und 75 an der Großen Freiheit sind das alte mennonitische Pastorat und Küsterhaus.

Die neue Mennonitenkirche wurde in vielem der alten Kirche nachgebaut. Ursprünglich sollte vor der Kirche ein Platz entstehen, auf den auch eine geplante Pauluskirche (etwa im Stil der Johanniskirche an der Max-Brauer-Allee) schauen sollte. Beides kam nie zustande, so dass die Mennonitenkirche heute "verkehrt herum" steht.

1966 wurden der Gemeindesaal und das Küsterhaus an die "Evangelische Gebetsgemeinschaft" verkauft. Als kleinen Ersatz für den nun fehlenden großen Gemeindesaal wurde im Zwischentrakt zwischen Kirche und Pastorat der sogenannte "Gerrit-Roosen-Saal" durch Zusammenlegung mehrerer Räume geschaffen, der heute für viele Zwecke genutzt wird. Große Versammlungen müssen immer in der Kirche stattfinden. Der weitläufige und verwinkelt gebaute Komplex mit vielen Kellern, Nebenräumen und Dachböden diente unter den Bedingungen der Nachkriegszeit vielen, zumal jungen Gemeindegliedern als Notwohnung und wird bis heute von manchen liebevoll "Mennoburg" genannt.

2013 war das Jahr mit unsrer Vikarin Isabell Mans. Sie begleitete viele Veranstaltungen, sie übernahm immer wieder Verantwortung für eigene Bereiche und Vieles wäre sonst in unsrer Gemeinde so nicht möglich gewesen. Wir erinnern an die „Junge Leute Gruppe“, die sie zusammenrief, auch an die Tauffreizeit Anfang Januar und die Familienfreizeit in Neustadt im April, die sie begleitete, den Kirchentag in Hamburg im Mai und vor allem die Vertretung während der Sabbatzeit von Pastorin Corinna Schmidt zwischen August und Mitte Oktober in Bad Oldesloe, Lübeck und Hamburg.

Wieviel Haare verträgt die Suppe? Bei diesem Bibelwort (Eph 4.29) musste ich zuerst an den Volkssport Nummer eins denken: Das Lästern. Wäre das Schlecht-Reden über andere verboten, dann gäbe es wohl einige, die dann nicht mehr viel zu sagen hätten. Gerade in Betrieben wird gerne und ausgiebig über die Anderen gelästert.

Es war ein ganz besonderes Erlebnis am 18. und 19. Januar dem Bethel College Choir in unserer Kirche zu lauschen. Selten habe ich einen so großen Chor so leise singen hören und doch war die Kirche in ihrem ganzen Raum gefüllt mit Ton und Konzentration. Und immer wieder waren helle durchdringende Sopranstimmen zu hören oder ertönte auf einem rhythmisch schwingenden Klangteppich filigran verwobener Vielstimmigkeit ein röhrender Bass wie im Dschungel der Löwe.

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Monatslosung

Gott spricht: „Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch!“

Hesekiel 36,26a

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.