Geschichte

Die ersten Mennoniten kamen 1575 als Flüchtlinge aus den damals katholischen südlichen Niederlanden nach Hamburg. 1601 erlaubte ihnen Graf Ernst von Schauenburg, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. 1675 errichteten mennonitische Walfangreeder aus 5 Prozent des Erlöses einer Walfangsaison eine Holzkirche an der „Großen Freiheit“. Diese brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde 1715 durch eine neue Steinkirche an gleicher Stelle ersetzt, die bis 1915 genutzt wurde war. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße im Stadtteil Altona-Nord eingeweiht, die seither der Gemeinde als Versammlungsort dient.

Seit 1795 ging die Gemeinde im gottesdienstlichen Leben von der holländischen zur deutschen Sprache über. Im 19. Jahrhundert schrumpfte die Gemeinde, vor allem durch Übertritte zur lutherischen Landeskirche, bis auf 338 Seelen (1941). Nach 1945 wuchs die Zahl der Gemeindeglieder in Hamburg zeitweise auf über 1000 infolge des Zustroms mennonitischer Flüchtlinge aus West- und Ostpreußen. Durch Aus- und Abwanderung sowie Übertritte zur Landeskirche sank die Mitgliederzahl wieder auf ca. 430 Getaufte.

Die Gemeinde feierte im Jahr 2001 ihr 400-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass erschien eine Chronik der Gemeinde: „Zuflucht und Koexistenz“. Autoren sind der kanadische Historiker Michael D. Driedger und der ehemalige Pastor der Gemeinde, Peter Foth. Das Buch ist für 17,50 € über die Gemeinde zu beziehen. Darüber hinaus erschien eine umfangreiche multimediale Präsentation zum Jubiläum.

Eine ältere Gemeindegeschichte von Berend Carl Roosen aus dem Jahr 1887 und eine Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum des Kirchengebäudes im Jahr 1990 sind für insgesamt 5,00 € über das Gemeindebüro zu beziehen.

Gebäude

Die jetzige Mennonitenkirche an der Mennonitenstraße im Hamburger Stadtteil Altona-Nord wurde 1914/15 von dem Architekten Prof. Kurt Franke gebaut. Der Baustil ist eine Art Neo-Barock mit Jugendstilelementen. Der Komplex hat einen in sich geschlossenen Charakter und besteht aus Kirche (Kirchenraum mit Vorhalle), Pastorat, Gemeindesaal und Küsterhaus. Ein an der Langenfelder Straße geplantes Altenheim wurde nie gebaut.

Im Sommer 2015 beging die Gemeinde mit einem Festgottesdienst das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der Kirche in der Mennonitenstraße in Altona. Zu diesem Anlass erschien das Buch „Hundert Jahre Augenblicke – Mennonitenkirche in Hamburg-Altona · 1915–2015“ (ISBN 978-3-00-050255-2), das in der Gemeinde gekauft werden kann.

Festschrift zum 100-jährigen Besten der Kirche in Altona

Die alte Mennoniten-Kirche an der Großen Freiheit

Die heutige Kirche ersetzt eine frühere Mennonitenkirche an der Straße „Große Freiheit“ in Altona. Die Mennoniten versammelten sich in Altona seit der Zulassung der Gemeinde im Jahr 1601 zunächst in Privathäusern, ab 1675 in einer Holzkirche, die von mennonitischen Walfangreedern mit fünf Prozent des Erlöses einer Walfangsaison finanziert worden war. Diese Kirche brannte 1713 im sogenannten „Schwedenbrand“ mit großen Teilen der Stadt Altona nieder. 1717 errichtete die Gemeinde eine Steinkirche, die bis 1915 der Gemeinde als Kirche diente.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandelte sich die Gegend um die Große Freiheit in ein Amüsierviertel, und ab 1910 gab es in der Gemeinde Pläne für einen Umzug. Die alte Kirche wurde im Zuge eines Geländetausches der Stadt Altona überlassen. Sie diente 1917 als Kriegsküche für die hungernde Bevölkerung, später der Altonaer Stadtmission, und fiel 1943 den Bomben zum Opfer. Die Wohnhäuser Nr. 73 und 75 an der Großen Freiheit sind das alte mennonitische Pastorat und Küsterhaus.

Die neue Mennonitenkirche wurde in vielem der alten Kirche nachgebaut. Ursprünglich sollte vor der Kirche ein Platz entstehen, auf den auch eine geplante Pauluskirche (etwa im Stil der Johanniskirche an der Max-Brauer-Allee) schauen sollte. Beides kam nie zustande, so dass die Mennonitenkirche heute „verkehrt herum“ steht. 1966 wurden der Gemeindesaal und das Küsterhaus an die „Evangelische Gebetsgemeinschaft“ verkauft. Als kleinen Ersatz für den nun fehlenden großen Gemeindesaal wurde im Zwischentrakt zwischen Kirche und Pastorat der sogenannte „Gerrit-Roosen-Saal“ durch Zusammenlegung mehrerer Räume geschaffen, der heute für viele Zwecke genutzt wird. Große Versammlungen müssen immer in der Kirche stattfinden.

Der weitläufige und verwinkelt gebaute Komplex mit vielen Kellern, Nebenräumen und Dachböden diente unter den Bedingungen der Nachkriegszeit vielen, zumal jungen Gemeindegliedern als Notwohnung und wird bis heute von manchen liebevoll „Mennoburg“ genannt.

Wenn ihr von ganzem Herzen zu Gott umkehren wollt, dann entfernt die fremden Götter und Göttinnen aus eurer Mitte und wendet euer Herz Gott zu und dient ihm allein.

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