Texte

Der Umgang mit der Wahrheit: „Euer Ja sei ein Ja, Euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösem.“ Mt 5,37 - Eigentlich geht es hier um das Schwören bzw. darum, einen Eid zu leisten. Ein Eid, ein Schwur als Bekräftigung der Wahrheit. Warum ist das notwendig? Bonhoeffer stellte hierzu fest: „Der Eid ist der Beweis für die Lüge in der Welt.“ Damit trifft er ziemlich genau das, was Jesus meint. Es gibt tatsächlich viele Stufen zwischen einer dreisten Lüge und der ganzen Wahrheit. Wir reden von den verdrehten Wahrheiten oder von halben Wahrheiten. Der Umgang mit der Wahrheit ist in unserer Welt eine regelrechte Kunstform.

Es scheint ein Kennzeichen junger Menschen zu sein, dass sie sich als unbesiegbar fühlen. Sie strotzen vor Energie, saugen tagtäglich unermesslich viele neue Erfahrungen in sich auf und fühlen, wie sie wachsen, größer und stärker werden. Jeder Tag birgt in sich neue Herausforderungen, die gemeistert werden, und neue Chancen, das zu zeigen, was sie können. Es gibt zwar hier und dort kleine Niederlagen. Die Kräfte reichen manchmal doch nicht aus, die Erfahrung ist noch nicht ganz da, um in jeder Situation Herr oder Herrin der Lage zu sein. Aber das macht nichts, es ist egal, das nächste Mal klappt es! Der Optimismus und die Zuversicht wachsen auch mit. Und warum nicht?

Manchmal bin ich so richtig sauer – auf mich und die Welt. Früher bin ich dann richtig hart ins Gericht gegangen mit Gott. Ich habe meiner Wut Ausdruck verliehen. Heute mache ich das eher weniger. Wütend zu sein auf Gott, das bringt doch nichts. Außerdem habe ich dann ein schlechtes Gewissen. Andererseits; geht nicht auch Gott mit uns manchmal – oder später einmal hart ins Gericht. Und haben sich nicht auch die Psalmisten hart über Gott geäußert und geklagt und geschrien. Aber sie hatten ja nun auch wirklich Grund dazu – denke ich: Was die alles durchmachen mussten…was für Schicksale die hatten…!

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.