Dieser Vers aus dem Buch Prediger enthält eine zeitlose Lebensweisheit. In einer Welt, die oft von Leistung und von Erfolgsstreben geprägt ist, erinnert er daran, was wirklich zählt: innerer Frieden. Viele Menschen verbringen viel Energie damit, mehr zu erreichen, mehr zu besitzen oder immer einen Schritt weiterzukommen. Doch häufig wächst mit dem Erfolg auch der Druck. Die Freude über das Erreichte hält nur kurz an, und schon wartet das nächste Ziel. So entsteht ein unendliches „Haschen nach Wind“ – ein Streben, das niemals wirklich zufrieden macht.
Demgegenüber steht das Bild der „Hand voll Ruhe“. Es bedeutet nicht, auf Erfolg oder Verantwortung zu verzichten. Vielmehr geht es darum, Maß zu halten und das Gleichgewicht zwischen Arbeit, Familie, Gemeinde, Gesundheit und persönlicher Zufriedenheit zu finden. Wer dankbar für das ist, was er hat, und bewusst Zeiten der Ruhe pflegt, gewinnt mehr Lebensqualität als derjenige, der ständig nach mehr strebt und auf jeder Hochzeit tanzen will.
Mir kommt dabei das Bild in den Sinn, das Jesus malt, wenn der Samen der Gottesliebe „die Frohe Botschaft“ ausgesät wird und unter die Dornen fällt. Sie wird erstickt und kann sich nicht entfalten.
Unsere Gottesbeziehung braucht Ruhe und Zeit, um zu wachsen und sich zu entfalten.
Die Botschaft des Verses ist daher aktueller denn je: Wahres Glück entsteht nicht durch die Menge dessen, was wir erreicht haben, sondern durch die Ruhe und Zufriedenheit, die wir in unserem Herzen bei Gott finden. In der Ruhe liegt die Kraft.
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